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Projekte

Die bisher dargestellten – oft übergreifenden und großen – Projekte werden ergänzt durch eine Vielzahl von kleineren Initiativen, Aktionen, Projekten und Maßnahmen, die sich aus aktuellen Situationen und Anfragen ergeben.

Einige der vielfältigen von uns realisierten und initiierten Projekte sollen  hier beispielgebend genannt werden. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch werden keine Prioritäten gesetzt. Gezeigt wird ein Mosaik bunter, lebendiger Vielfalt.

Lesung Andrea Hassan

"Die kleine Laterne"

Zum Weltkindertag am 20. September 2009 und im Vorprogramm der Interkulturellen Wochen las Andrea Hassan zwei orientalische Märchen. 45 Kinder aus der Albert-Schweitzer- sowie der Pestalozzi-Grundschule ließen sich verzaubern von dem Märchen »Die kleine Laterne« und der Geschichte der schönen Königin von Saba und dem weisen König Salomon. Beziehungsreicher Ort der Lesung war die Albert-Schweitzer-Gedenkstätte und damit das Wohnhaus des Märchensammlers Musäus.

Andrea Hassan lebt zwischen zwei Kulturen in Dubai und Ostthüringen – im Morgen- und im Abendland. Es gab für alle Sinne etwas: Tee und Dattelgebäck zum Kosten, Gewürze und Parfüm zum Riechen, Gold- und Silberschmuck zum Anfassen, viele Gerätschaften, Tücher und Kleider.

 

 

 

 

 

 

Kinderfreundliche Ämter

Jeder, der an bestimmten Ort warten muss, kennt die Probleme: manchmal lange Wartezeiten, zu wenig Platz, kommunikationsfeindliche Atmosphäre, quengelnde Kinder, gestresste Eltern und Angestellte. Schon vor einigen Jahren hat das Kinderbüro die Aktion Kinderfreundliche Ämter ins Leben gerufen. Im Jugendamt, im Kinderbüro sowie im Sozial- und im Arbeitsamt wurden Warte- und Aufenthaltsbereiche für Kinder gestaltet.

Anfang 2006 bekam auch der Kinder- und jugendärztliche Dienst im Gesundheitsamt sowie das Einwohnermeldeamt und die KFZ - Zulassungsstelle eine kinderfreundliche Ausstattung mit farbigen Wandspielelementen aus Holz. Diese benötigen wenig Platz und haben bewegliche Teile,  mit denen man zum Beispiel neue Formen herstellen kann, passende Größen für Einsteckformen finden muss oder durch Zug an Seilen überraschende Effekte hervorbringt.  Trotz Beweglichkeit und Manipulierbarkeit ist ein Wegtragen von Teilen nicht möglich. Es gibt also für Eltern und Personal keine Aufräum- und Suchaktionen. Im unbespielten Zustand sind die Spielelemente ein ästhetischer Blickfang. Entworfen wurden sie von der Diplom-Designerin Dr. Fridlind Siebrecht aus Jena.

Ziel dieser Aktion ist die spielerische Verkürzung der Wartezeit, die Steigerung des Sympathiewertes von Verwaltungseinrichtungen, Abbau von Schwellenangst, Entlastung von Wartenden und Angestellten, Beeinflussung von Verhaltensweisen durch Gestaltung ohne zu reglementieren.

Übrigens: Man hat auch schon Erwachsene spielen sehen!

 

 

 

Graffiti

Graffiti - ein Reizwort und vielfältiges Ärgernis.  Schon in unserem Kinderrechtsbuch ‚Anstoß’ haben wir uns mit dem Thema Graffiti befasst. In einer ausgiebigen Diskussion mit Kindern und Jugendlichen sind die Folgen und (auch strafrechtlichen) Konsequenzen erörtert worden.

Gekonnt oder geschmiert? In einigen beispielhaften Projekten haben wir die kreativen, gestalterischen Werte von Graffiti-Aktionen genutzt. Dabei haben wir auch mit Jugendlichen zusammen gearbeitet, die mit den Gesetzen in Konflikt geraten sind.

Eine Kindergruppe aus Weimar besucht Graz

Eine Kindergruppe aus Weimar besucht Graz, die Europäische Kulturstadt 2003. Mit Graz verbinden uns einige Arbeitskontakte. Die Grazer waren am Projekt Pyramide beteiligt und auch Gäste der Europäischen Sommerwerkstatt. 2003 gab es eine Gegeneinladung. 10 Kinder aus Weimar traten die Reise in die wunderschöne Stadt an.

Sie hatten die Gelegenheit, viele Sehenswürdigkeiten zu besuchen und das besondere Flair dieser schönen Stadt zu erleben. Mit der Künstlerin Sigi Hrad-Rynda arbeiten sie in Gestaltungsworkshops und stellten mit viel Spaß und Engagement Fabeltiere dar, die während eines großen Festes präsentiert wurden.

 

 

 

 

 

 

Tag der gewaltfreien Erziehung 30.August 2008

Der Deutsche Kinderschutzbund rief 2004 zum ersten Mal den Tag für gewaltfreie Erziehung aus. In den angelsächsischen Ländern hat der 'No Hitting Day' eine lange Tradition.  Der Tag für gewaltfreie Erziehung soll die Bevölkerung daran erinnern, dass die Verantwortung für ein gewaltfreies Aufwachsen aller Kinder in unserem Land von allen geteilt werden muss und Eltern dazu ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen. Seit November 2000 ist das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert (§ 1631 Abs. 2 BGB): Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

Seit mehreren Jahren weisen in Weimar Aktionen von Trägern der Jugendhilfe, von Initiativen und Beratungsstellen, des Jugendamtes auf den Tag der Gewaltfreien Erziehung. Das Kinderbüro hat eine Postkarte unter Verwendung eines Gedichtes von Gerhard Schöne entwickelt. Jeder der diese Karte nahm, konnte sich einen Halbedelstein zur zusätzlichen Erinnerung und Mahnung aussuchen.

 

Wird fortgesetzt!