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Kinderschutzdienst

Anfang der 90er Jahre ergaben sich in besonderem Maße Anzeigen und Anfragen zu Aussagen von Kindern zu Misshandlungen und sexuellem Missbrauch. Diese Themen waren in der DDR tabu - darüber wurde kaum gesprochen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Eltern und auch Kinder bekamen nach der Revolution ein neues Gefühl für diese Thematik und viel Sensibilität. Die Anfragen und Hinweise häuften sich im Kinderbüro mit seinen niedrigschwelligen Angeboten der Kommunikation und Ansprechbarkeit. Schon bald war klar, dass professionelle Hilfe aufgebaut werden musste. Das Frauenzentrum und Pro familia machten vor Ort ebensolche Erfahrungen. Damit bot sich die Zusammenarbeit an.

Pro familia, das Frauenzentrum und das Kinderbüro erarbeiteten gemeinsam eine Konzeption für einen Kinderschutzdienst.  Gleichzeitig kamen aus dem Thüringer Sozialministerium Signale für den Aufbau solcher Einrichtungen und entsprechende Antragstellungen. Ein Antrag beim Thüringer Sozialministerium wurde positiv entschieden. Der Kinderschutzdienst "Känguruh" arbeitet schon seit April 1994 mit mehreren professionellen Mitarbeitern - es könnten mehr sein, zu tun gibt es leider genug.