Das Kinderbüro / Arbeitsweise

Arbeitsweise

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch  Methodenvielfalt. Wir arbeiten mit Kindern, aber auch für Kinder. Das verlangt die Beherrschung einer Vielfalt von Arbeitsmethoden in dieser Tätigkeit zwischen Schreibtisch und Streetwork. Die Arbeit kann inhaltlich-konzeptionell, pädagogisch, psychologisch und beratend, wissenschaftlich-theoretisch und praktisch sein.

 

Die Methodenvielfalt ist eng mit einer Funktionsvielfalt verbunden. Das Kinderbüro ist Kooperations- und Ansprechpartner, Berater, Integrationsstelle, Projektentwickler und -realisierer, Mutmacher, Ideengeber …

 

Damit wird diese Stelle zur Drehscheibe für Vieles, was den Bereich »Kinder« betrifft und auch zum Mittler zwischen Verwaltung, freien Trägern, Politik und Bürgerinnen – Erwachsenen und Kindern.

 

Ohne Partner geht nichts. Arbeiten in Netzwerken der Ämter, der freien Träger, von Initiativen und Institutionen ist Arbeitsgrundsatz. Solche Netzwerke sind z.B. die Kinder-Universität, die IG Papiergraben, der Ferienpass, die ämterübergreifende AG Spielraum oder die Steuerungsgruppe für Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Kommune.

 

Kinder- und Jugendbeauftragte - wenn die Anbindung an die Verwaltung realisiert wird - sind formal Verwaltungsangestellte, gleichzeitig aber kommunale Kinderpolitiker. Ein Kinderbüro hat weniger Verwaltungs-, sondern mehr Gestaltungsaufgaben. Es kann und muss unkonventionell und flexibel reagieren.

 

In unserer Konzeption ist eine unabhängige und überparteiliche Arbeit festgeschrieben. Das bedeutet Selbstbestimmung im Kinderinteresse.

 

Grenzenlose Unabhängigkeit gibt es nicht. Das Kinderbüro der Stadt Weimar ist in die Verwaltung eingebunden und muss sich nach bestimmten Regeln richten. Im Interesse der Kinder gibt es allerdings eine unabhängige Öffentlichkeits- und Pressearbeit sowie die selbst bestimmte inhaltliche Ausrichtung, das Reagieren auf konkrete und aktuelle Situationen und Vorkommnisse einschließt.

 

Ein weiterer Arbeitsgrundsatz ist, aus Problemen Projekte und Lösungen zu entwickeln. Kritik ohne Lösungsvorschlag ist nicht erlaubt.

 

Grundsätzlich gibt es keine Entscheidungsbefugnis und kein Vetorecht innerhalb der Verwaltung. Sachargumente müssen mit Engagement und persönlichem Einsatz vertreten werden, um Entscheidungsträger zu überzeugen.

Anerkennung

 

Das Kinderbüro der Stadt Weimar wurde 2005 in einer Studie des Instituts für qualitative Analysen Linz/Österreich bezogen auf die Breite der Handlungsfelder unter den ‚best practice-Modellen’ an erster Stelle genannt. Analysiert wurden 91 Kinderbüros in Deutschland.

Die vollständige Studie: Kinder- und Jugendbüro Steyr LIquA – Linzer Institut für qualitative Analysen Wissenschaftliche Leitung: MMag. Thomas Philipp AutorInnen: Katrin Hasengruber, MMag. Thomas Philip ist Öffnet externen Link in neuem Fensterhier abzurufen.