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Der Oberbürgermeister im Gespräch mit Teilnehmern

Weimarer Kindergipfel

Weimarer Kindergipfel am 6.Juli 2007

Einen ganzen Tag lang haben fast 50 Kinder und Jugendliche aus den Kinder- und Jugendeinrichtungen und Schulen der Stadt gemeinsam nachgedacht, gemeinsam diskutiert und gemeinsam nach Lösungen für die Probleme gesucht, die ihnen auf den Nägeln brennen. Fünf große Themengebiete hat ein eigens gegründeter Kinderrat dabei  für besonders brisant erklärt, die in Workshops bearbeitet wurden:

 

■ Freizeitmöglichkeiten für Weimars Jugend

■ Radwege und Busse: Nahverkehr für Weimars Jugend

■ Leben in der Innenstadt – vom Skaten, Bummeln und …

■ Weimar ohne Geld in der Tasche – geht das eigentlich?

■ Und natürlich das Thema »Schule, Lehrer, Unterricht«

 

Die Moderation übernahmen junge Leute der Thüringer Naturfreundejugend, geholfen haben ihnen die Kinder des Kinderrates. Experten standen den Kindern auf Anfrage in den Workshops zur Seite.

Am Nachmittag des Kindergipfels wurden dem Oberbürgermeister, Stadtpolitikern und Vertretern von Fachämtern die Forderungen und Ideen sowie ihr Selbstverpflichtungen präsentiert.

Schirmherrin des Weimarer Kindergipfels war  die deutsche UNESCO-Beauftragte Heide Simonis, deren Weimarer Rede 2007 die Anregung für den Kindergipfel gab.

 

Organisiert wurde die Veranstaltung durch die die Naturfreundejugend Thüringen, die für die Methode verantwortlich zeichnete, technisch-organisatorisch wurde die Veranstaltung durch das Kinderbüro und die Pressestelle der Stadt unterstützt.

 

Die Ergebnisse des Kindergipfels wurden in einem Zukunftsvertrag festgeschrieben.

 

Am 4.Oktober 2007 gab es eine Auswertungsrunde. Teilnehmer waren die Weimarer Experten, die in den einzelnen Arbeitsrunden eingesetzt waren.

 

Es wurde geprüft, wie weiter verfahren wird, welche wichtigen Informationen nicht im Zukunftsvertrag berücksichtigt wurden. Das weitere Vorgehen wurde in drei Kategorien klassifiziert: in naher Zukunft zu realisieren (Skateanlage, Internetcafe….), mittelfristig lösbar und nicht lösbar. Weiterhin wurde über Methoden von Beteiligungsverfahren diskutiert.

 

Ein Kindergipfel ist eine unter vielen Möglichkeiten, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu realisieren. Es ist grundsätzlich sinnvoll, auf Kinder zu hören und mit ihnen zu reden. Es stellt sich die Frage, ob es in der Wahl des methodischen Vorgehens Entwicklungsmöglichkeiten gibt? Die Form des Zukunftsvertrages und die Methode sind seit einigen Jahren festgelegt und haben sich nicht verändert.

 

Beteilung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen ist in Weimar kein Fremdwort. Viele Initiativen und Projekte belegen das. Der Jugendhilfeausschuss hat vor einigen Jahren ausführlich über die Sinnhaftigkeit und über methodisches Vorgehen beraten.

 

Priorität hat die projektbezogene und damit zeitbegrenzte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Das bedeutet, Kinder und Jugendliche werden in Projekte einbezogen, die ihrem unmittelbaren Lebensumfeld und ihrer Lebenserfahrung entsprechen. Dort sind sie Experten. Alle unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses Expertenwissen die Qualität der Entscheidung nachhaltig positiv beeinflusst.

 

Der Zukunftsvertrag des Kindergipfels zum Leitet Herunterladen der Datei eindownload.