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Bilder von der Ausstellung in Poznan und Dubai

Carpe diem

Das internationale Kunstprojekt "Carpe diem" entstand in Zusammenarbeit von Prof. Wieslaw Karolak/Lodz und der Kinderbeauftragten der Stadt Weimar, Steffi Engelstädter. Die Schirmherrschaft hat der Oberbürgermeister der Stadt Weimar übernommen.

Über 2000 handgeschöpfte Büttenpapiere, mit einem Wasserzeichen carpe diem Weimar 2000 markiert, wurden weltweit verschickt. Angesprochen wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene, künstlerisch Begabte und weniger Talentierte. Aufgabe war, auf diesem Blatt einen Tag, einen Moment „anzuhalten“, um zu schreiben, zu zeichnen, zu malen, Collagen zu gestalten und somit eine sehr persönliche Aussage zu den wichtigen Dingen des Lebens zu machen.

Carpe diem ist ein interkulturelles Projekt im besten Sinne. Alte und junge Menschen, Behinderte und Gesunde, Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und sozialen Schichten beteiligten sich. Es entstand eine farbenfrohe, formenreiche, grenzüberschreitende Sicht der Welt: wunderschöne Landschaften aus Litauen, die lachende fliegende Kartoffel einer schwedischen Psychatriepatientin, die Liebeserklärung einer deutschen Vierzehnjährigen, der amerikanische Traum vom Glamour, aber auch eine texanische Rinderherde, moslemische Minarette, ein expressives Bild mit arabischem Kaffee gemalt, usbekische Ornamente, viele verschlüsselte Botschaften und „Bilderrätsel“ über Liebe, Hoffnungen, Erwartungen, Trauer, Ängste aus aller Welt.

Eine CD-ROM ist in Arbeit, von der alle Bilder mit Namen und Kontaktmöglichkeiten abzurufen sind. Ein elektronisches Bilderbuch mit über 1000 Autoren! Die Organisatoren erhoffen sich damit eine weltweite Kommunikation und Interaktion. Sie wollen nicht den Krieg der Kulturen, sondern den Dialog der Kulturen, in dem Kinder und Jugendliche ganz selbstverständlich ihren Platz haben.

Kunst- und Kulturaktionen wie carpe diem sind Vermittler zwischen Generationen, Ländern und Kulturen, zwischen unterschiedlichen sozialen Schichten, professionellen Künstlern und Laien, Behinderten und Gesunden.

Mit der Sprache der Kunst lassen sich problemlos Grenzen überwinden. Gemeinsames Handeln verbindet, schafft Raum für tolerantes, akzeptierendes Verhalten. Diese Aktion ist ein Prozeß und noch nicht abgeschlossen.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Dieses Projekt mit der Ausstellung und der CD-Rom ist ein würdiges und sinnhaftes Zeichen der Stadt Weimar für Gäste und Besucher. Weimar, die kleine Stadt mit dem großen Namen, mit einem Zeichen der Toleranz, Weltoffenheit und Aufgeschlossenheit.

Es ist möglich, die Ausstellung über das Kinderbüro der Stadt Weimar auszuleihen.

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