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Kinderfreundlicher Tourismus

 

Lernort Weimar – Lernen im kulturellen Netzwerk

 

Die Stadt Weimar ist ein Garant für Tourismus- und Kulturtransfer. Jährlich besuchen Millionen Touristen die Stadt. Damit wird der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor.

Weimar hat ein einzigartiges kulturelles Potential. Dieses Potential muss hinreichend kommuniziert und verbreitet werden. Die dabei zu verfolgenden Ziele sind sowohl unter wirtschaftlichen Aspekten von Tourismus, als auch unter dem Aspekt des qualifizierten kulturellen Lernens für alle Alters- und soziale Gruppen zu sehen.

 

Ziel ist es, ein effektives und attraktives kinder-,  jugend- und familienfreundliches touristisches Angebot aufzubauen, das z.B. Eltern ihren Bildungs- und Kongresstourismus ermöglicht und für Familien mit Kindern, Schulklassen und Jugendliche ein hochwertiges kulturelles Programm bietet.

Familien, Kinder und Jugendliche sind bewusst einzubeziehen und als Zielgruppe zu definieren. Grundsätzlich geht es dabei nicht um ein vordergründiges Betreuungsangebot (Spiel, Spaß, Aufbewahrung), sondern um aktives, kulturelles Lernen unter Einbeziehung der Potentiale Weimars in Bezug auf Kultur, Geschichte und Natur.

 

Mit diesem speziellen Tourismusangebot können Kinder, Jugendliche und Familien eine Einheit von Kultur, Bildung und Erziehung erfahren. Dafür hat Weimar mit seiner kulturellen Vielfalt, seiner interessanten, vielfältigen Geschichte, der bis in das Stadtinnere reichenden Natur, mit Künstlern und Kunsthandwerkern und auch mit seiner breiten Träger- und Vereinslandschaft ideale Voraussetzungen.

 

Erweitert und ergänzt wird der kulturtouristische Gedanke durch den Aspekt des Weltkulturerbes. Weimar ist in die Liste der Weltkulturstätten aufgenommen. Die deutsche Mitarbeit an der UNESCO Welterbekonvention wurde am 1. und 2. Februar 2001 in Weimar verhandelt. „Kerngedanke der Konvention ist die wechselseitige Anerkennung des Erbes aller Kulturen der Welt und die Verpflichtung jeden Mitgliedstaates, sich im Interesse der künftigen Generationen für die Bewahrung des Welterbes auch in anderen Ländern einzusetzen. 161 Staaten haben die Konvention unterzeichnet, 690 Stätten sind inzwischen in der UNSECO-Liste verzeichnet. Die Deutsche UNESCO-Kommission sieht  in dem Welterbeprogramm eine große Chance, nicht nur die Bedeutung unseres eigenen kulturellen Erbes, sondern auch den Gedanken einer auf wechselseitiger kultureller Anerkennung gründenden Völkerverständigung in der Öffentlichkeit zu befördern.“ (Pressemitteilung, UNESCO - aktuell 24.Januar 2001)

 

Die Bewahrung des Weltkulturerbes soll nicht nur für zukünftige Generationen, sondern muss mit ihnen betrieben werden. In der erarbeiteten Konzeption werden Kinder und Jugendliche an den Gedanken des Weltkulturerbes heran geführt und für diesen Gedanken sensibilisiert.

 

Der Umgang mit Kultur, Geschichte und Natur und den in ihnen liegenden touristischen Potentialen verzahnen und ergänzen sich in optimaler Weise.

In der Projektdarstellung wird ein kinder- und jugendfreundlicher Tourismus unter Einbeziehung der Weimarer Potentiale und Netzwerke beschrieben. Damit werden sowohl inner- und außerschulisches Lernen – auch unter aktiver Beteiligung der Kinder und Jugendlichen – gefördert, ein „Stück“ Jugendhilfe qualifiziert unter Beachtung von Wirtschaftsaspekten und positiver Imagebildung für die Stadt

 

Diese Konzeption existiert als Diskussions- und Arbeitspapier. Sie ist nicht umgesetzt.