Chronik / Kinderkultur

Kinderkultur

„Kultur ist nicht der Paradiesgarten
künstlerischer und geistiger Eliten“
Richard von Weizsäcker


Kinder und Jugendliche haben eine eigene Kultur. Sie haben ganz eigenständige und wertvolle Ausdrucks- und Darstellungsweisen, die denen der Erwachsenen gleichwertig und oft überlegen ist. Kinder und Jugendliche sind kreativ, phantasievoll und habe eine Imagination, die Erwachsenen lange verloren gegangen ist. Ihre Werke sind es wert, beachtet und bewahrt zu werden. Picasso hat das gewusst und hat mehrere seiner wichtigen Ausstellungen mit Kinderzeichnungen vervollständigt.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht, ihre unterschiedlichen kulturellen Interessen und Ausdrucksformen zu verwirklichen. Rechtliche Grundlage ist der §11 KJHG, der Angebote der kulturellen Jugendbildung als Sollaufgabe der Jugendhilfe definiert.

Inhalte können historische, politische, alltagskulturelle, künstlerische oder spielerische Teilaspekte der Wirklichkeit sein. Alltägliche Erfahrungen sollen mit neuen und authentischen Erfahrungen der Vielfalt eigener Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten kontrastieren.

Es ist Auftrag einer modernen Kinder- und Jugendkulturarbeit, die komplexe Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen heute wahrzunehmen und in ihren Angeboten aufzugreifen.

In diesem Sinn versuchen wir beispielhafte Angebote:
Das Neujahrskonzert für Vorschulkinder hat schon Tradition. Legale Graffitiaktionen erregen stadtweit Aufmerksamkeit. Die jährliche Europäische Sommerwerkstatt für Kinder vereint in einem Kulturprojekt Kinder aus 4 bis 5 Ländern. Wir realisieren internationale Kinderkulturprojekte z.B. die Kunstpyramide am Frauenplan zum Kulturstadtjahr 1999. Zweitausend Kinder aus ganz Europa gestalten auf 2000 Bildern für das Jahr 2000 ihr Ängste, Hoffungen und Wünsche für das neue Jahrtausend.. Die Bilder bestehen aus textilen Dreiecken, die wiederum in einer großen, begehbaren Stahlkonstruktion in Form einer Pyramide präsentiert werden - ein Gesamtkunstwerk der Kinder Europas.

Das weltweite Projekt „Carpe diem“, in der Kinder – auch die Kinder Weimars - sich als Teil einer großen Völkergemeinschaft erleben wurde in Deutschland, Polen und in den Vereinigten Emiraten gezeigt.

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