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Skatepark

Ein Traum wird wahr!

Endlich war es soweit: die offizielle Eröffnung des Skateparks am Jugendklub Nordlicht fand am 6. September 2008 um 11 Uhr statt! Neben der Eröffnung mit OB Stefan Wolf und Vertretern der Stadt waren auch Förderer und Sponsoren geladen. Die wichtigsten Gäste aber waren die Biker und Skater - vor allem jene, die sich aktiv bei der Planung und Realisierung des Projektes beteiligten und auch die Eröffnungsparty gestalteten.

 

Eine Idee nimmt Gestalt an

Seit vielen Jahren suchen und finden Skater und Biker Plätze für ihren Sport. Oft sind Konflikte vorprogrammiert: 1997 am Landesverwaltungsamt und 2008 am Theaterplatz. Der nun realisierte Skatepark in Weimar Nord ist ein Projekt der AG Spielraumplanung, die sich seit mehreren Jahren mit der Problematik befasst. Ein Arbeitsgrundsatz der AG ist die Beteiligung der zukünftigen Nutzer an Einscheidungen.

Ab 2003 wurde die Gesamtstadt auf der Suche nach geeigneten Flächen analysiert. Die Fläche am Jugendklub Nordlicht hat den Zuschlag bekommen wegen ihrer Größe, der Lage im Wohngebiet, der Erreichbarkeit innerhalb der Stadt und der Infrastruktur des Jugendclubs Nordlicht mit Telefon, WC und einer gewissen sozialen Einbindung. Die konkrete Planung begann im Herbst 2006. Zunächst haben sich vorwiegend Biker in den Prozess eingebracht und zusätzlich sehr erfolgreich Sponsorengelder eingeworben. Im Verlauf des Projektes kamen viele interessierte Skater dazu. Über 30 Biker und Skater haben sich engagiert.

 

Beteiligung ist immer ein Prozess, der Zeit braucht, auch nicht immer geradlinig erfolgt. Dieser Prozess hat sich positiv entwickelt. Die Jugendlichen haben den Verlauf des Projektes entscheidend beeinflusst. Sie entwickelten die Idee, nicht eine plane Fläche, sondern einen Skatepark - eine Bowl - zu gestalten. Wir haben uns auf ihren Vorschlag eingelassen, einen Schweizer Fachplaner einzubinden. So entstand eine sehr glückliche Zusammenarbeit zwischen diesem Planer, der Planerin vor Ort und den Jugendlichen, die um jeden Neigungswinkel, um jeden Zentimeter gestritten und diskutiert haben. Sie begleiteten auch sehr kritisch und kompetent die Bauphase.

 

Vorteil einer Bowl ist die vielseitige Nutzung durch Biker, Skater und Inliner. Es gibt immer neue Möglichkeiten die Lines zu fahren, neue Schwierigkeiten auszuprobieren. Fortgeschrittene und Anfänger werden herausgefordert. Wir wollen nicht verhehlen, dass es viele unvorhergesehene Schwierigkeiten gab, die den Bauablauf beeinflussten: nicht im Plan eingezeichnete Trassen, zusätzliche Lärmschutzmassnahmen, Neuland in der Technik der Bauausführung...   Die Vorstellungen der Jugendlichen konnten aber weitgehend umgesetzt werden. Es ist etwas entstanden, was in Thüringen einmalig ist. Der Prozess der Inbetriebnahme wird noch Stolpersteine haben und uns auch Arbeit machen. Das ist normal.

 

Ist doch kinderleicht - oder?

 

Die Bowl ist eine Sportanlage! Die Probephase und die überregionale Resonanz sind sehr positiv. Aber es gibt Regeln: nicht ohne Helm und Schutz fahren. Die Anlage ist für spezielle Bikes geeignet. Das Befahren mit normalen Fahrrädern ist äußerst gefährlich! Eltern müssen das mit ihren Kindern besprechen. Im Kinderbüro wurde, von der ARGE gefördert, eine Stelle geschaffen, die Betreuung und Ansprechbarkeit sichert.

 

Ohne Unterstützung geht nichts!

Das Projekt wurde finanziell unterstützt durch die Deutsche Bank, die Weimarer Wohnstätte und die Stadtwerke. Weiterhin wurde es gefördert durch die Agentur für Arbeit, die Stadt Weimar und Mittel der Städtebauförderung.